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Der Regenbogen:
"Am
Fuße des Regenbogens liegt ein Schatz begraben"
Jeder
von uns kennt diesen Spruch. Traurig ist nur, dass man diesen Schatz
nie finden wird, da man den Fuß des Regenbogens nicht erreicht. Wenn
man versucht ihn zu erreichen, weicht er stets weg.
Jeder
von uns hat schon einmal einen Regenbogen gesehen. Der Regenbogen
ist seit dem Altertum bekannt und wurde schon in der Bibel als Zeichen
des Friedens beschrieben. Dies ist heute nicht anders - der Regenbogen
hat eine starke Symbolkraft. Zunächst einmal sieht man im Regenbogen
nichts anderes, als Sonnenlicht, was in seine Spektralfarben zerteilt
ist. Deshalb ist die Farbfolge beim Regenbogen auch immer gleich:
Innen geht es von violett-blau über türkis-grün bis gelb-orange und
endet mit dunkelrot. Manchmal lässt sich über dem Regenbogen auch
noch ein schwächerer, sogenannter Nebenregenbogen beobachten. Bei
diesem Regenbogen ist die Farbfolge exakt anders herum. In seltenen
Fällen schließen sich noch weitere schwächere Bögen an die Innenseite
des Hauptregenbogens an.
Wer
schon mehrere Regenbogen beobachtet hat, wird feststellen, dass
diese nicht immer vollständig sind. Auch variiert die Breite
der einzelnen Farben oder des Gesamtbogens.
Die Regenbogen zeigen sich auf einem Vorhang niedergehenden
Regens, der von der Sonne beschienen wird und ihr gegenüber,
als vom Beobachter aus in entgegengesetzter Himmelsrichtung,
liegt. Damit sind schon 2 Vorraussetzungen zum Erscheinen des
Regenbogens gegeben: Die Sonne muss scheinen und gleichzeitig
müssen sich Wassertropfen in der Luft befinden. Dies ist der
Fall, wenn z.B. ein Regenschauer abzieht. Laut Statistiken lassen
sich die meisten Regenbogen im April und den Sommermonaten sichten.
Die
Beobachtung zeigt, dass die Regenbogen auf konzentrischen Kreisen
um den Gegenpunkt der Sonne liegen. Als Sonnengegenpunkt bezeichnet
man einen fiktiven Punkt, der auf der Verbindungslinie Sonne-Beobachter
liegt.
Der Hauptregenbogen umgibt den Sonnengegenpunkt in 42° Abstand,
der Nebenregenbogen hat einen Abstand von 51°. Der Sonnengegenpunkt
variiert natürlich mit dem Lauf der Sonne.Bei
Sonnenauf- und -Untergang, wenn die Sonne also am Horizont steht,
ist der Gegenpunkt natürlich auch am gegenüberliegenden Horizont.
Wenn nun ein Regenbogen auftritt, steht dieser 42° über dem
Horizont im Gegenpunkt, der Nebenregenbogen gar 51°. Der Regenbogen
nimmt in diesem Fall unglaubliche Ausmaße an und ist nur noch
mit extremen Weitwinkelobjektiven zu fotografieren. Steht nun
die Sonne aber mehr als 50° über dem Horizont, kann kein Regenbogen
entstehen.
Die
Abbildung 1 zeigt die Bahn eines Lichtstrahls durch einen Regentropfen.
Im Punkt A dringt der Lichtstrahl in den Wassertropfen ein,
verläuft bis Punkt B und gelangt anschließend über Punkt C an
das Auge des Beobachters zurück. Der Winkel vom eintreffenden
zu austretenden Strahl beträgt 42°, also genau der Winkel den
der Regenbogen besitzt.
Die Abbildung 2 zeigt einen
anderen Regentropfen, wo das Licht erst nach zweimaliger Reflektion
den Tropfen im Winkel von 51° verlässt. An dieser Stelle
erscheint der Nebenregenbogen. Das erklärt auch, warum
der Nebenregenbogen schwächer ist. Immerhin hat ein Teil
des Lichtstrahls den Tropfen schon im Punkt C verlassen (Ein
Teil des Lichtes wird auch schon am Punkt A
zurückreflektiert, ebenso verlässt ein Teil am Punkt
B den Tropfen).
Für den Beobachter zeigt
sich diese Brechung und Reflektion aber nur jeweils von Tropfen
mit 42° und 51° Winkel zum Sonnengegenpunkt. Das in
anderen Tropfen gebrochene und gespiegelte Licht bleibt für
den Beobachter unsichtbar.
Bei der Beobachtung der Abbildungen fällt auf, dass das
Licht nicht gerade in die Tropfen eindringt – es wird
gebrochen.
Der Brechungsindex (n) des Wassers beträgt n=1,333. D.h.
der Lichtstrahl wird um den 1,3fachen Wert abgelenkt. Das Licht
wird also zweimal, beim Eintritt und beim Austritt gebrochen.
Was ist nun aber, wenn, wie
bei der Sonne, mehrere Lichtstrahlen auf den Tropfen fallen.
Abbildung
3 verdeutlicht es: Man erkennt, dass nahe der Tropfenmitte
eintretende Strahlen fast wieder in die gleiche Richtung zurückkehren,
nachdem sie den Tropfen auf der unteren Seite verlassen haben.
Ein Lichtstrahl, der in die Mitte des Tropfens fällt, wird
sogar in sich selbst reflektiert. Der sogenannte Maximal abgelenkte
Strahl ist der fettgezeichnete, der mit 42° den größten
Winkel erreicht. All das entsteht durch das Zusammenspiel von
Brechung und Reflektion.
Einzig und allein die Strahlen die in der Nähe der fettgedruckten
Linie in den Tropfen eindringen, lassen den Regenbogen für
uns erscheinen.
Aber
auch die anderen Strahlen werden für uns sichtbar. Das
folgende Bild zeigt es. Innerhalb des Regenbogens erscheinen
die Wolken heller. Diese Aufhellung entsteht durch ebene jene
Lichtstrahlen die in einem Winkel von weniger als 42° zum
Beobachter reflektieren. Außerhalb des Hauptregenbogens,
also jenseits der 42° sind die Wolken dunkel. Dies erklärt
sich dadurch, dass der maximal abgelenkte Strahl ja höchstens
42° erreichen kann.
Die 42° (und 51° für
den Nebenregenbogen) gelten natürlich nicht nur für
eine Ebene, sondern für alle Richtungen relativ zur Linie
Beobachter – Sonnengegenpunkt. Man kann sich das ganze
wie einen Kegel vorstellen: Der Beobachter bildet die Spitze,
am Ende des Kegels liegt der Regenbogen. Theoretisch müsste
man also einen ganzen Kreis als Regenbogen sehen. Da der Horizont
im Weg steht, reicht es meistens maximal zu einem Halbkreis.
Von Berggipfeln oder aus dem Flugzeug heraus lässt sich
hin und wieder aber auch ein kompletter Kreis beobachten.
Da jeder Beobachter seinen „eigenen“ Sonnengegenpunkt
besitzt, sieht im Prinzip auch jeder einen anderen Regenbogen
– selbiger wird dann natürlich von anderen Tropfen
gebildet.
Das was den Regenbogen nun aber so faszinierend macht, sind
seine Farben. Wie in
Abbildung 4 gezeigt, wird das Licht beim Eindringen in
den Tropfen in seine einzelnen Spektralfarben gespalten. Der
Brechungsindex von Wasser für blaue Licht beträgt
n=1,344, für rotes Licht dagegen n=1,329. Blaues Licht
wird somit stärker gebrochen als rotes.
Dies verdeutlicht Abbildung 5.
Nachdem der Strahl im Punkt A gebrochen ist,
teilt er sich in mehrere farbige Strahlen auf. Bei der erneuten
Brechung im Punkt C entfernen sich die Strahlen noch mehr voneinander.
Wie man erkennen kann, besitzt Rot einen größeren
Winkel als Blau, es ist also weiter vom Sonnengegenpunkt entfernt.
Durch die zweimalige Reflektion im Tropfen werden die Farben
gedreht und Rot erscheint an der Innenseite des Nebenregenbogens.
Doch auch die jeweilige Tröpfchengröße ist von
Bedeutung. Bei einem großem Radius bis 1 mm zeigt der
Regenbogen ein intensives Violett, bei ¼ mm ist das Rot
im Hauptregenbogen sehr schwach, zeigt der Nebenregenbogen ein
auffälliges Gelb sind die Tropfen etwa 0,1 bis 0,15 mm
groß.
Sind die Tropfen noch kleiner und haben Radien von weniger als
0,05 mm erscheint ein weißer Bogen. Ein solcher Bogen
erscheint meist nur im Nebel und heißt daher Nebelbogen.
Daneben gib es auch noch sogenannte Taubogen und Wolkenbogen.
Diese Erscheinungen haben eine ähnliche Entstehungsweise
wie ein Regenbogen. Manchmal lässt sich am Meer auch ein
zusätzlicher, im Wasser gespiegelter Regenbogen beobachten.
Auch am Mond können Regenbogen beobachtet werden. Diese
sind aufgrund der niedrigeren Helligkeit des Mondes jedoch wesentlich
lichtschwächer. Außerdem erscheinen sie unserem Auge
auch weißlich, da das menschliche Auge nachts nur schwer
Farben „sehen“ kann.
Die Erscheinungsformen des Regenbogens sind also vielfältig!
Wird das Licht der Sonne in
den Eiskristallen der Schleierwolken gebrochen und gespiegelt
entstehen sogenannte Halo-Erscheinungen. Da Eis einen anderen
Brechungsindex besitzt, und die Kristalle verschiedene Formen
aufweisen kann es zu kuriosen regenbogenfarbigen Erscheinungen
rund um die Sonne kommen. Solche Haloerscheinungen sind auch
häufiger als Regenbogen. Es gibt etwa 10 häufige und
50 seltene dieser Erscheinungen.
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Abb.1
Abb.2
Abb.3,
aus [1]
Abb.4
Abb.5
Haloerscheinung: Nebensonne
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Bilder :::
Intensiver
doppelter Regenbogen mit Interferenzbögen:
Datum: 29.10.00 um 17:00 Uhr
Sonnenhöhe: 8,5°
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die einzelnen Bilder anklicken!
Sehr
breiter Regenbogen mit Interferenzbögen:
Datum: 04.02.01 um 17:05 Uhr
Sonnenhöhe: 2,5° !
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die einzelnen Bilder anklicken!
Doppelter
Regenbogen:
11.07.00, ca. 19:00 MESZ bei Carcasonne, Frankreich
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die Bilder anklicken!
Roter
Regenbogen:
In seltenen
Fällen kann es zu einem Roten Regenbogen kommen. Kurz vor, oder kurz nach
Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang wird das Licht der Sonne in der Atmosphäre
gestreut (sichtbar z.B. beim Abendrot) - es wird nur noch das rote Licht
durchgelassen. Der rote Regenbogen kann noch 15 Minuten nach Sonnenuntergang
(bzw. Aufgang, hier genau anders herum) sichtbar sein.
Bei den folgenden
Aufnahmen steht die Sonne noch knapp über dem Horizont. Daher erscheint
der Regenbogen noch "relativ" farbig.
Roter
Regenbogen:
Herbst 1999,
kurz vor Sonnenuntergang
Zum Vergrößern die einzelnen
Bilder anklicken
Regenbogen
am 08. September 2001:
Zum Vergrößern die einzelnen
Bilder anklicken
Sonderseite zum anomalen Regenbogen vom 03. Juni 2002

Vollständiger Regenbogen
am 05. Juni 2002:
20:28 MESZ in Köln. Bilder mit Digitalkamera.
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Regenbogen
mit Interferenzbögen am 11. Juni 2002
gegen 19:30 MESZ in Köln:
Bilder mit Digitalkamera C-4040
Zum Vergrößern anklicken
Roter
Regenbogen nach Sonnenuntergang am 17. Juli 2002 zwischen
21:28 und 21:42 MESZ:
Bilder mit Digitalkamera Olympus C-4040, alle Bilder eine Belichtungsstufe
unterbelichtet.
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| Rötlicher
Regenbogen um 21:30 MESZ bei einer Sonnenhöhe von 0,1° über dem
Horizont. Bild mit ca. 100 mm Tele. |
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Rötlicher
Regenbogen mit Nebenregenbogen um 21:33 MESZ bei einer Sonnenhöhe
von 0,1° unter dem Horizont. Bild mit 35 mm. |
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| Doppelter
roter Regenbogen um 21:34 MESZ bei einer Sonnenhöhe von 0,2° unter
dem Horizont. Bild mit ca. 50-60 mm |
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Intensiver
doppelter roter Regenbogen um 21:35 MESZ bei einer Sonnenhöhe von
0,2° unter dem Horizont. Bild mit ca. 50-60 mm |
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| Intensiver
doppelter roter Regenbogen um 21:35 MESZ bei einer Sonnenhöhe von
0,3° unter dem Horizont. Bild mit ca. 50-60 mm |
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Doppelter
roter Regenbogen um 21:36 MESZ bei einer Sonnenhöhe von 0,3° unter
dem Horizont. Bild mit ca. 50-60 mm |
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| Roter
Regenbogen um 21:38 MESZ bei einer Sonnenhöhe von 0,5° unter dem
Horizont. Bild mit ca. 50-60 mm. Dieses Bild entstand 6 Minuten
nach Sonnenuntergang! |
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Regenbogenfragment
durch Spritzwasser auf der Autobahn am 21. Juli um
18:15 Uhr auf der Autobahn A1 in Niedersachsen.
Zum Vergrößern die Bilder
anklicken
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| Regenbogenfragment
durch aufgewirbeltes Wasser. |
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Regenbogenfragment
durch aufgewirbeltes Wasser. |
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Regenbogen am 22. Juli um 19:40 Uhr in Tingsryd
(Südschweden):
Zum Vergrößern die Bilder anklicken
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| Schwaches
Regenbogenfragment vor Cumuluswolken. Aufnahmebrennweite ca. 150
mm. |
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Mittelhelles
Regenbogenfragment. Aufnahmebrennweite ca. 60 mm. |
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Regenbogen am
25. Juli, 19:07 Uhr in Torpön (Südschweden):
Zum Vergrößern die Bilder
anklicken
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| Intensives
Regenbogenfragment. Brennweite etwa 100 mm. |
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Intensives
Regenbogenfragment, teilweise durch Cumuluswolken verdeckt.
Brennweite etwa 300 mm. |
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Regenbogen am
27. Oktober, 13:30 Uhr in Köln:
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| Heller
doppelter Regenbogen vor blauem Himmel! |
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Sogar
Interferenzbögen sind zu erkennen! |
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| Heller
Regenbogen an der Grenze zwischen blauem Himmel und Wolken.. |
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..kurzer
Zeit später: Schwacher Regenbogen vor völlig blauem Himmel... |
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Regenbogen am 03. November
2002, gegen 16 Uhr:
Regenbogen am
01. Juli 2003, Nachmittags:
Regenbogen am
01. Juli 2003, 21 Uhr:
Regenbogen am
24. Juli 2003, 19:45-20:15 Uhr MESZ:
Regenbogen im
Januar 2004
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