::: KLASSIFIKATION :::


 

Hier ist die  international übliche NLC-Klassifikation. Sie ist bei der Auswertung von NLC-Beobachtungen wichtig. Folgendes sollte notiert werden:


Richtung: Azimut der Gesamt-Erscheinung (Nord: 0°, Ost: 90°, Süd: 180°, West: 270°)

 


Höhe: Höhe des obersten Teils der NLC. Gegebenfalls auch Angaben zu auffälligen (hellen) Details. Angaben in Grad!

 


Helligkeit in einer fünfstufigen Skala:

  • 1. sehr schwach, NLC kaum sichtbar

  • 2. NLC eindeutig erkennbar, aber geringe Helligkeit

  • 3. NLC eindeutig sichtbar, klar gegen den Dämmerungshimmel abhebend

  • 4. NLC sehr hell, erregen die Aufmerksamkeit von Zufallsbeobachtern

  • 5. extrem hell, beleuchtet Gegenstände merklich


Formen in vier Grundtypen mit Untergruppen sowie Klassen für komplexe Strukturen:

 

  • Typ I: Schleier - strukturloser "Vorhang", manchmal Hintergrund für komplexere Typen

  •  

  • Typ II: Streifen - Bänder/Streifen, die parallel oder nur wenig gegeneinander geneigt sind

    • IIa: Bänder mit diffusen verwaschenen Kanten

    • IIb: Bänder mit scharfen Kanten

  •  

  • Typ III: Wellen - fischgrätenartige Muster wie etwa Sandrippen im flachen Wasser

    • IIIa: kurze, gerade, schmale "Striche"

    • IIIb: Wellenstrukturen mit mehreren Wellen

  •  

  • Typ IV: Wirbel - Bögen oder verschlungene Strukturen

    • IVa: Wirbel mit kleinem Radius (0,1°...0,5°)

    • IVb: einfache Bögen mit Radius 3°...5°

    • IVc: großskalige Wirbel


  • Komplexe Strukturen:

  •  

  • Typ O: Formen, die sich nicht in Typen I bis IV einordnen lassen

  • Typ S: NLC mit hellen "Knoten"

  • Typ P: Wellen, die ein Band kreuzen

  • Typ V: netzartige Struktur


Bemerkungen:

 

Man sollte Angeben, ob die Beobachtung durch "normale" Wolken beeinträchtigt wurde. Fotos sind sehr wichtig, mit Serienaufnahmen kann man die Bewegung der NLC nachvollziehen. Auch Negativ-Beobachtungen sind interessant, sind keine NLC sichtbar wird unter Typ einfach 0 angegeben.


 

Beobachtungen melden:

Beobachtungen von leuchtenden Nachtwolken sind für wissenschaftliche Auswertungen sehr wertvoll! Deshalb sollte jede noch so kurze Beobachtung gemeldet werden!! Auch negative Sichtungen sind von Bedeutung (siehe Bemerkungen), da sich die Gebiete wo NLC auftreten und wo nicht, besser trennen lassen.

Aus diesem Grund sollten ernsthafte Beobachter in den Monaten Mai bis August jede klare Nacht zur Beobachtung nutzen und ggf. nur die Uhrzeit und Typ 0 angeben.

Hier ein Beispiel, wie eine Meldung aussehen kann:

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BEOBACHTER: Benjamin Kühne
BEOBACHTUNGSORT: Köln, Deutschland (50°57'25" N, 07°01'00" E)
MONAT: JUNI 2003


Datum:
Zeit (UT):
Typ:
Helligk.:
Farbe:
Höhe [°]:
Azimut [°]:
Fotos:
Bemerkungen:
03.
21:00 - 23:00
0
-
-
-
-
-
-
04.
00:20 - 01:10
0
-
-
-
-
-
07.
21:05 - 22:30
I, II
2
bläulich
15
340° - 010°
ja
leichte Bewölkung
                 

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Die Beobachtungen werden in Deutschland vom Arbeitskreis Meteore e.V. gesammelt und sollten jeweils zum Monatsende an:

Jürgen Rendtel
Seestraße 6
D - 14476 Marquardt

e-mail: juergen.rendtel@meteoros.de

geschickt werden. Adressen von Ansprechpartnern für andere Länder sind hier zu finden.

Eine vorgefertige Tabelle zum Ausfüllen ist auf der Materialseite vom AKM zu finden.

Positive Sichtungen werden im Internet auf www.nlcnet.co.uk gesammelt. Auf der Seite befindet sich auch ein Formular, auf dem man direkt seine Beobachtungen eintragen kann.

Sichtungen können ebenfalls im Forum des AKM gemeldet werden.

 

 


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