Fast vollständiger 22° Ring, Frühling 2000 Beim 22° Ring handelt es sich um
die häufigste Haloerscheinung
Wie schon der Name sagt handelt es sich hier um einen Lichtring mit einem
Radius von 22°. Wie kommt man nun auf die Einteilung „Grad“?
Man kann sich das Himmelgewölbe als eine riesige Halbkugel vorstellen.
Diese ist in Koordinaten eingeteilt, in 360°. Von Nord bis Süd 180° und
von Süd bis Nord 180°. Von Nord bis Ost sind es also 90°, von Ost bis Süd
90° usw. Nun kann man in der Einteilung immer weiter runter gehen. 1°
entspricht 60’ (Bogenminuten), 1’ wiederum 60’’ (Bogensekunden). Der
Vollmond hat beispielsweise einen Durchmesser von 30’, einem halben Grad.
Dies ist der Winkel des Objektes auf der Kreisbahn. Ein Maßinstrument zum
Messen von Winkeln am Himmel trägt jeder Mensch mit sich herum: Bei
ausgestrecktem Arm entspricht der Durchmesser des Daumens etwa 1° am
Himmelsgewölbe. Bei gespreizter Hand ergibt der Abstand zwischen Daumen
und kleinem Finger etwa einen Winkel von 22°. So kann man auch leicht
überprüfen, ob es sich bei einer Haloerscheinung um den 22° Ring handelt.
Beim 22° Ring ist der Innenrand scharf begrenzt, der äußere Rand zeigt oft
keine klare Begrenzung. Der Innenrand besteht aus einem schmutzigen
rotbraun und endet in einem bläulichen oder weiß verwaschenen äußeren
Rand. Oft ist der Ring aber einfach nur weiß, dies kommt durch die
Überlagerung der Farben zustande. Die Dicke des Rings beträgt je nach
Qualität der Eiskristalle zwischen 2° und 3,5°.
Oft ist der 22° Ring auch nicht vollständig, es sind dann nur einzelne
Fragmente (Teile, Stücke) der Erscheinung sichtbar. Damit der 22° Ring
vollständig möglich ist, muss die Sonne theoretisch mindestens 22° über
dem Horizont stehen.
Der 22° Ring gehört zu den am längsten sichtbaren Haloerscheinungen. Bei
entsprechender Wetterlage, kann er über Stunden hinweg sichtbar sein.
Entstehung:
Cirruswolken, die aus Eiskristallen bestehen, sind in großer Höhe
vorhanden (meist 8-11 km). In diesen Höhen herrscht meist eine niedrige
Temperatur. „Die Kristalle bilden sich durch Anlagern von Wasserdampf an
in der Luft schwebende Staubteilchen bei Temperaturen unter -6° C.“ [aus:
Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht², S. 44].
Die Eiskristalle haben normalerweise eine hexagonale Form, das heißt sie
haben 6 Ecken und sind häufig Plättchen- und Säulenkristalle.
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Abb. 2a Säulenkristall |
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Abb. 2b Plättchenkristall |
Die Entstehung des 22° Ring ist in etwa die gleiche wie die eines
Regenbogens. „Ein Lichtstrahl dringt durch eine Seitenfläche einer
liegenden Eiskristallsäule ein, wird an dieser Stelle gebrochen, breitet
sich geradlinig im Kristall aus und tritt ebenfalls unter Brechung an der
übernächsten Kristallfläche wieder aus.“ [aus: Schlegel, Vom Regenbogen
zum Polarlicht², S. 45].
Abb. 3 aus: [Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht², S. 46]
Der 22° Ring entsteht an willkürlich orientierten Eiskristallen, das
heißt, dass die Eiskristalle in der Wolke nicht gleichmäßig orientiert
sind, sondern alle eine andere Lage aufweisen. Dies ist für die Entstehung
des 22° Rings allerdings unerheblich. Bei willkürlich orientierten
Eiskristallen ergeben sich verschiedene Einfallswinkel, das Licht wird
somit in alle möglichen Richtungen gebrochen, und tritt unter völlig
verschiedenen Winkeln wieder aus. Allerdings kommen Winkel < 22° nicht
vor. Genau bei 22° Austrittswinkel häufen sich also die Strahlen (Abb. 3).
Hier ist nun der Halo zu beobachten.
Abbildung 4 zeigt die Lichtkonzentration beim Einfall vieler Strahlen
(durch Drehung des Kristalls realisiert):
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Abb. 4 aus: [Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht²,
S. 47] |
Lichtbrechung bedeutet, dass das Licht der Sonne oder des Mondes beim
Eindringen in das Eiskristall in seine einzelnen Spektralfarben zerlegt,
also gebrochen wird. Rot wird hierbei weniger gebrochen als Blau. Somit
ist klar, warum Rot am Innenrand, und Blau am Außenrand auftaucht.
Wie kommt es nun aber zum Ring? Hierzu Abb. 5:
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Abb. 5. aus: [Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht², S. 48] |
„...Natürlich liegen die Eiskristalle nicht nur auf dem gezeichneten Kreis
und auch nicht nur in der gezeigten Anordnung. Ein Beobachter sieht aber
wegen der 22°-Lichtablenkung nur die Wirkung der Kristalle, die genau in
dieser Anordnung auf dem gezeichneten Kreis liegen. Von den Millionen
Eiskristallen in einer Wolke gibt es immer genügend, die genau diese
Bedingung erfüllen...“ [aus: Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht²,
S. 46-47].
Mehr zum 22° Ring
22° Nebensonnen:
Rechte Nebensonne mit Schweif, 30.06.2002
Die Nebensonnen sind die zweithäufigste Haloart.
Nebensonnen sind farbige Lichtflecke links und rechts der Lichtquelle. Sie
stehen parallel zur Lichtquelle. Wie der Name schon sagt, sind Nebensonnen
vor allem an der Sonne sichtbar, sie können aber auch am Mond vorkommen,
dann heißen sie Nebenmonde. Der Abstand der Nebensonnen zur Sonne variiert
mit dem Sonnenstand. Bei Sonnenaufgang, liegen die Nebensonnen genau auf
dem 22° Ring (daher auch der Name: 22° Nebensonnen). Mit steigender Sonne,
entfernen sich die Nebensonnen immer mehr. Bei einer Sonnenhöhe von 40°,
haben die Nebensonnen schon einen Abstand von 27,6° zur Sonne.
Nebensonnen können sehr hell werden und haben oft sehr reine Farben. Zur
Sonne hin rot, enden sie manchmal in einem reinen blau, oder sie haben
einen weißen Schweif. Aufgrund dieser Eigenschaften fallen die Nebensonnen
manchmal auch Laien auf.
Entstehung:
Die Nebensonnen entstehen an Plättchenkristallen. Die
Plättchenkristalle müssen horizontal ausgerichtet sein, dies ist der Fall,
wenn die Kristalle ungestört fallen können. Das Ablenkung des Lichtes
beträgt bei einer Sonnenhöhe von 0°, 22°, genau wie beim 22° Ring. „Weil
die Plättchen dünn und horizontal ausgerichtet sind, sieht man statt eines
Bogens jedoch nur zwei helle Flecke rechts und links von der Sonne...“
[aus: Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht², S. 51]. Die horizontale Ausrichtung der Plättchen sorgt auch für den größeren
Abstand der Nebensonnen bei steigender Sonnenhöhe. Bei höher stehender
Sonne ändert sich die Minimalablenkung und wird > 22°. Somit lässt sich
erklären, warum sich die Nebensonnen bei steigender Sonne von dieser
entfernen.
Mehr zu den 22° Nebensonnen
Oberer- und unterer Berührungsbogen zum 22°
Ring/Umschriebener Halo:
Hier
haben wir es gleich mit 3 Haloerscheinungen zu tun, die zusammen etwa 11%
aller zu beobachtenden Erscheinungen ausmachen.
Die Erscheinung der Berührungsbögen ist stark von der Sonnenhöhe abhängig.
Bis zu einer Sonnenhöhe von 32° sind der obere und untere Berührungsbogen
zum 22° Ring sichtbar. Sie erscheinen dann meist als Aufhellungen im
vertikal zur Sonne stehenden Teil des 22° Rings. Wenn sie vollständig
sichtbar sind, bilden sie lange Arme. Mit zunehmender Sonnenhöhe wenden
sich diese Arme immer mehr dem 22° Ring zu. Ab einer Sonnenhöhe von 32°
fallen die beiden Berührungsbögen zum umschriebenen Halo zusammen. Dieser
bildet ein Oval, welches den 22° Ring umspannt, also umschreibt. Folgende
Abbildung (Abb.6) zeigt die verschiedenen Phasen vom Berührungsbogen zum
umschriebenen Halo:
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Abb.6, Grafik aus: [Handbuch der Geophysik, Band VIII, S.1045] |
Aus der Grafik wird deutlich, dass der
untere Berührungsbogen fast immer unter dem Horizont steht, erst bei einer
Sonnenhöhe ab 22° wandert er über den Horizont, bei einer Sonnenhöhe von
32° verschmilzt er aber schon mit dem oberen Berührungsbogen zum
umschriebenen Halo. Deshalb ist der untere Berührungsbogen fast nur von
hochgelegenen Standorten (aus dem Flugzeug oder von einem Berg) aus
sichtbar. Er hat in der Halo-Statistik nur einen winzigen Anteil von
weniger als 1
% an allen Beobachtungen.
Der obere Berührungsbogen hingegen ist häufiger zu beobachten. Vor allem
im Winter, wenn der umschriebene Halo aufgrund der niedrigen Sonnenhöhe
nicht entstehen kann. Bei niedrigem Sonnenstand kann er sich prächtig
entfalten. Der Raum zwischen den beiden Armen ist manchmal weiß gefärbt.
Der umschriebene Halo ist vor allem im Sommer sichtbar. Bei großen
Sonnenhöhen ist es allerdings nicht mehr ganz leicht den 22° Ring und den
umschriebenen Halo zu unterscheiden. Wenn die Sonne im Zenit (arabisch:
Scheitelpunkt [des Himmels]) steht, fallen 22° Ring und umschriebener Halo
zusammen. Der umschriebene Halo tritt oft zusammen mit dem 22° Ring auf.
Manchmal allerdings sind Teile des umschriebenen Halos ohne den 22° Ring
sichtbar, dann wird er oft mit dem 22° Ring verwechselt.
Die 3 Haloarten können aufgrund der gleichen Entstehungsweise
zusammengerechnet werden, und machen somit zusammen noch rund 11% aller
Beobachtungen aus.
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Oberer Berührungsbogen zum 22° Ring bei niedriger
Sonnenhöhe. Bild: © Michael Ellestad, USA |
Entstehung:
Oberer- und unterer Berührungsbogen, sowie der umschriebene Halo haben die
gleiche Entstehung.
Wie bei den Nebensonnen sind hier horizontal ausgerichtete Kristalle die
Ursache. Allerdings handelt es sich hier nicht um Plättchen, sondern um
Säulenkristalle. Das Licht nimmt den gleichen Weg, wie bei 22° Ring und
Nebensonnen: Es tritt in die eine Prismenfläche ein und an der
übernächsten wieder aus.
Mehr zu den Berührungsbögen / dem umschriebenen Halo
Lichtsäulen:
Obere Lichtsäule am
11. Mai 2001 nach Sonnenuntergang in Köln
Die Lichtsäule ist eine farblose Säule
die sich über und unter der Sonne bis zu einer Länge von etwa 20°
erstrecken kann. Man kann die Lichtsäule auch als „Lichtschwert“
bezeichnen. Sie tritt nur bei niedrigen Sonnenhöhen auf, oft unter 10°,
selten bis 30° Sonnenhöhe. Deshalb ist die obere Lichtsäule meist kurz
nach Sonnenuntergang sichtbar, und nimmt dann aufgrund der Lichtstreuung
eine rötliche Färbung an. Sie kann hell werden. Außerdem wird sie manchmal
im Winter bei Eisnebel oder Eisregen auch an irdischen Lichtquellen
beobachtet. Vor allem an Straßenlaternen, aber auch an Autoscheinwerfern.
In seltenen Fällen ist sie dann auch über größere Entfernungen sichtbar,
weshalb sie schon für „Ufos“ gehalten wurde.
Die untere Lichtsäule ist nur selten sichtbar, weil die Sonne meist zu
stark blendet, und die Erscheinung verblassen lässt.
Entstehung:
Die Lichtsäule entsteht, im Gegensatz zu den bisher
besprochenen Halos, durch Spiegelung des Lichtes an Eiskristallen. Hierbei
dringt das Licht nicht in die Eiskristalle ein und wird gebrochen. Die
Eiskristalle wirken wie ein Spiegel. Lichtsäulen können sowohl an
Plättchenkristallen als auch an Säulenkristallen entstehen. Die folgende
Abbildung veranschaulicht die Entstehung der Lichtsäule:
Abb.7, Grafik aus: [Schlegel, Vom Regenbogen zum Polarlicht², S.
54]
Das Licht trifft fast streifend auf das Eiskristall. Es dringt nicht in
das Eiskristall ein, sondern wird reflektiert, also zur Sonne zurück
gespiegelt. Da das Eiskristall eine leicht geneigte Lage zur Sonne hin
hat, wird das Licht knapp über die Sonne reflektiert. Natürlich müssen zur
Entstehung Millionen von Eiskristallen vorhanden sein. Alle haben eine
andere Lage zum Raum, sodass das Licht nicht nur an einer Stelle zurück
reflektiert wird, sondern eben bis zu einigen Grad über die Sonne. Im
Beispiel wird das Licht an der Unterseite des Eiskristalls reflektiert.
Tritt die Reflektion nun an der Oberseite ein, entsteht die untere
Lichtsäule. Es wird für den Beobachter nur das Licht der Eiskristalle
reflektiert, welches sich auf der Linie Beobachter – Sonne (bzw.
Lichtquelle) befindet.
Mehr zu Lichtsäulen
Zirkumzenitalbogen:
Zirkumzenitalbogen im Juni 2001
Der Zirkumzenitalbogen (folgend ZZB genannt), hat nach der
Auswertung rund 6% Anteil an allen Haloerscheinungen. Er wird von vielen
Beobachtern als die prächtigs-te Haloart angesehen. Vor allem die reinen
Farben und die z.T. extreme Helligkeit sind Merkmale des ZZB. Aus dem
Namen kann man schon Schlüsse auf die Lage der Erscheinung am Himmel
ziehen. „Circum“ komm aus dem Lateinischen und heißt soviel wie
„um…herum“. Es handelt sich also um eine Erscheinung „um den Scheitelpunkt
des Himmels herum“. Eigentlich handelt es sich beim ZZB um einen Kreis,
jedoch ist nur ein Teilstück sichtbar – ein Bogen. Der Scheitelpunkt des
ZZB liegt 48° über der Sonne, hat also mehr als die doppelte Entfernung
wie der 22°. Der ZZB kann nur bis zu einer Sonnenhöhe von 32° entstehen.
Am besten ist er bei Sonnenhöhen von 15° bis 25° sichtbar.
Entstehung:
Der ZZB entsteht an horizontal ausgerichteten
Plättchenkristallen, also genau so wie die 22° Nebensonnen. Allerdings
tritt das Licht nicht an den Seitenflächen des Kristalls ein, sondern an
der Basisfläche. Das Licht wird um 90° gebrochen und tritt somit an einer
Seitenfläche wieder aus.
Wenn Nebensonnen sichtbar sind, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch der
ZZB zu erkennen, beide Haloerscheinungen entstehen schließlich an
horizontal ausgerichteten Plättchenkristallen.
Mehr zum
Zirkumzenitalbogen
Seltene
Haloerscheinungen:
Neben den häufigen Haloarten, gibt es auch noch eine Reihe
von selten sichtbaren Erscheinungen. Von machen existieren nur wenige
Sichtungen, bei anderen wird wiederum deren Existenz angezweifelt. Es
handelt sich hier um rund 40 weitere Erscheinungen, die aber zusammen nur
ca. 5 % aller Beobachtungen ausmachen.
Den größten Anteil hat hierbei der Horizontalkreis. Ein gigantischer
weißer Ring der durch die Sonne geht – wie die Lichtsäule handelt es sich
hier um ein Spiegelungshalo. Des weiteren noch der 46° Ring, der große
Bruder des 22° Ring. Auch dieser Ring ist farbig. Der Anteil an allen
Erscheinungen beträgt jedoch nur 1,5 %. Er entsteht durch 90° Brechung an
willkürlich ausgerichteten Eiskristallen.
Im Sommer ist manchmal der Zirkumhorizontalbogen zu sehen – das Gegenstück
zum ZZB. Von Bergen und Flugzeugen aus erscheint oft die Untersonne.
Je seltener die Erscheinungen werden, desto komplizierter die
Entstehungsweisen. An pyramidalen Eiskristallen können die seltenen 9°-,
18°-, 20°-, 23°- und 35° Ringe entstehen. Zu nennen sind noch seltene
Nebensonnen mit Abständen von 9°, 18°, 46°, 66°, 90°, 120°, 150°-160° und
180° (auch Gegensonne genannt). Diese Haloarten sind allerdings nur sehr
selten sichtbar und meist nicht sehr hell.
Die seltenen Erscheinungen entstehen meist durch mehrfache Reflektion und
Brechung an/in den Eiskristallen.
Bilder von seltenen Haloerscheinungen:
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Teilstück eines Horizontalkreis, 11.
August 2000
Der Horizontalkreis ist
ein überdimensionaler
weißer Streifen der die Sonne parallel zum Horizont umspannt. Er
durchläuft die Sonne und sämtliche Nebensonnen. Oft sind nur
Teile sichtbar. Dieser Spiegelungshalo entsteht an Plättchen- und
Säulenkristallen. Der Horizontalkreis macht in der Statistik rund
1,5% aller Haloerscheinungen aus.
Mehr zum Horizontalkreis |
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Teilstücke vom
Zirkumhorizontalbogen, Juli 2001
Der
Zirkumhorizontalbogen (kurz ZHB) ist das Gegenstück zum
Zirkumzenitalbogen (ZZB). Er erstreckt sich als farbiges Bogenstück
unterhalb der Sonne. Damit der ZHB entstehen kann, muss die Sonne
mindestens 57,8° über dem Horizont stehen. In nördlichen Breiten ist
dies nur im Sommer, um die Mittagszeit der Fall. Hilfreich ist es, von
einem Berg aus zu beobachten - hier steigen die Chancen diese seltene
Haloerscheinung zu erleben. Bisher wurde der ZHB nur selten in
Deutschland beobachtet.
Der ZHB entsteht in ähnlicher Weise wie der ZZB
an schwebenden Eiskristall-Plättchen.
Mehr zum Zirkumhorizontalbogen
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Helle Gegensonne mit
Horizontalkreis, 10. Juni 2001
Die 180°
Nebensonne steht der Sonne genau gegenüber und wird deswegen auch Gegensonne
genannt. Die Entstehungsweisen ist noch nicht endgültig geklärt.
Mehr zu ungewöhnlichen Nebensonnen |
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Auf dem Bild ist ein
Untersonne,
sowie eine rechte Unternebensonne zu erkennen. Beide stehen
unterhalb des Horizonts,
aufgenommen aus dem Flugzeug, September 2000
Die Untersonne liegt
genau so tief unter dem Horizont, wie die Sonne über ihm steht. Das
gleiche gilt für die Unternebensonne die, genau wie die normalen
Nebensonnen, auch farbig ist. Die Untersonne ist wie z.B.
die Lichtsäule, ein Spiegelungshalo.
Mehr zur Untersonne und Unternebensonnen
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NAME |
HÄUFIGKEIT |
KURZBESCHREIBUNG |
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46° RING |
macht 1,5 % aller
Beobachteten Halos aus |
Die "große" Variante
des 22° Ring. Umspannt die Sonne mit 46°. Meistens wird er mit
dem Supralateralbogen (=farbiger Bogen in ca. 46° Abstand zur
Sonne) verwechselt. Normalerweise nur Fragmente sichtbar.
Mehr zum 46° Ring |
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LOWITZBÖGEN |
sehr selten |
Bögen die bei hohem
Sonnenstand, die Nebensonnen mit dem 22° Ring verbinden.
Mehr zu Lowitzbögen |
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PARRYBOGEN |
recht selten |
Kurzes Bogenstück, was
die beiden Äste des oberen Berührungsbogens verbindet.
Mehr zum Parrybogen |
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9°-/18°-/20°-/24°-/35°-RING |
sehr selten |
Auch diese Ringe treten
oft zusammen auf. Ihre Entstehung ist sehr kompliziert.
Mehr zu Pyramidalhalos |